Der Orea Z1 ist das experimentellste Mitglied der Orea-Reihe, ein Dripper mit offenem Boden, der irgendwo zwischen einem Perkolator und einem nackten Brühkorb angesiedelt ist. Es gibt fast nichts, was den Fluss einschränkt — das Wasser läuft durch das Kaffeebett und tropft direkt in den darunterstehenden Server, wobei der Filter die einzige echte Barriere bildet.
Der Sinn des Z1 ist es, den Kaffee selbst und nicht den Dripper über die Extraktion bestimmen zu lassen. Mahle feiner, als du es auf jedem anderen flachen Bett tun würdest, nutze mehr statt weniger Aufgüsse und erwarte einen aktiven, fordernden Brühprozess. In Wettbewerbssituationen wurde der Z1 eingesetzt, um ungewöhnlich texturierte Tassen zu erzielen, bei denen der Brewer den fehlenden Widerstand ausnutzt, um Hitze und Bewegung präzise durch das Bett zu führen.
Ein Startrezept: 14 g Kaffee auf 220 g Wasser (1:16), ein Mahlgrad deutlich feiner als eine V60-Einstellung, Wasser bei 92 °C, fünf oder sechs Aufgüsse in 2:30 bis 3:15. Das ist nicht die Orea fürs tägliche Brühen — der V3 oder der V4 Narrow erfüllen diese Rolle weitaus besser — aber es ist die, zu der du greifst, wenn du Pour-over als Performance statt als Routine behandeln willst.