Zum Inhalt springen

Glossar

Siphon (Vakuumkanne)

Einführung Niveau 2min Lesedauer

Ein Brühgerät mit zwei Kammern, das hitzegetriebenen Dampfdruck nutzt, um Wasser in das Kaffeebett hochzudrücken, und dann Vakuum, um die gebrühte Flüssigkeit wieder durch einen Filter nach unten zu ziehen. Auch Syphon geschrieben. Sieht dramatisch aus — das Wasser schwebt zwischen Glaskammern — und funktioniert nach einem einfachen physikalischen Prinzip.

Der untere Kolben sitzt über einer Hitzequelle. Während das Wasser im Inneren sich erhitzt, steigt der Dampfdruck und drückt die Flüssigkeit ein Glasrohr hinauf in die obere Kammer, wo der Kaffee wartet. Die Zubereitung zieht etwa 60–90 Sekunden. Dann entfernst du die Hitze: Der Dampf im unteren Kolben kondensiert, der Druck fällt, und ein partielles Vakuum zieht den gebrühten Kaffee durch einen Stoff- oder Papierfilter wieder nach unten.

Wie sie schmeckt

Die Tasse liest sich sauber und hell, mit dem Körper einer Immersionszubereitung (weil das Bett während des Ziehens vollständig untergetaucht ist) und der Klarheit eines papiergefilterten Pour-over (weil der finale Zug durch einen feinen Filter erfolgt). Es ist ein ungewöhnlicher Mittelweg, den kein anderer Brewer auf natürliche Weise erreicht.

Japanische Kissaten haben den Siphon als ernsthafte Spezialitätentechnik am Leben gehalten. Im Westen hatte er um 2010 ein kurzes Third-Wave-Revival und lebt nun überwiegend in Vorführungen im Coffee-Shop.

Was er von dir verlangt

Zeit, Aufmerksamkeit und eine stabile Hitzequelle — meist ein Halogen-Strahlheizer oder ein Butanbrenner. Die Reinigung ist aufwändiger als beim V60. Die Belohnung ist ein Brühprofil, das schwer zu replizieren ist: Die Sauberkeit lässt die Nuancen heller Röstungen zeigen, während die Immersionsphase den Körper auf eine Weise abrundet, die der V60 nicht erreicht.

In der App

Brüh es mit dem geführten Timer.

Die App führt dich durch jeden Schritt — Zeiten, Wassermengen und Tempo — damit du dich nur auf die Tasse konzentrierst.