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Glossar

Varietäten

Niveau Einführung Lesedauer 1min

Die botanischen Varietäten von Coffea arabica — wie Rebsorten beim Wein oder Apfelsorten beim Cidre. Zwei Kaffees von derselben Farm, gleich aufbereitet, schmecken verschieden, wenn es verschiedene Varietäten sind. Spezialitätenbeutel nennen die Varietät oft neben Herkunft und Aufbereitung.

Die großen Arabica-Varietäten

Typica. Die historische Grundlinie. Mild, klassisch ausgewogen. Die meisten „alten" südamerikanischen Kaffees stammen von Typica ab.

Bourbon. Eine natürliche Mutation von Typica mit höherer Tassenqualität und etwas geringerem Ertrag. Süß, ausgewogen, komplex. In vielen Herkünften der Maßstab für Exzellenz. Spielarten: Yellow Bourbon, Red Bourbon, Pink Bourbon.

Caturra. Eine Zwergmutation von Bourbon. Kompakte Pflanzen, leichter zu ernten, behält das meiste vom Bourbon-Charakter. Das Rückgrat des kolumbianischen und zentralamerikanischen Spezialitätenkaffees.

Geisha (Gesha). Die berühmte. Ursprünglich aus Äthiopien, berühmt gemacht 2004 von der Hacienda La Esmeralda in Panama. Floral, Jasmin, Bergamotte, manchmal Papaya. Gewinnt Wettbewerbe, kostet entsprechend. Die eine Varietät, bei der ein Nicht-Kaffeetrinker am ehesten sagt: „Moment, das ist Kaffee?"

SL28 / SL34. Die kenianischen Arbeitspferde, in den 1930ern von den Scott Laboratories entwickelt. Der Grund, warum Kenia nach Schwarzer Johannisbeere schmeckt — eine Phosphorsäure, die anderswo unerreicht ist.

Pacamara, Maragogype. Großbohnige Varietäten aus El Salvador beziehungsweise Brasilien. Markante Tassencharaktere; besonders Pacamara ist auffällig und intensiv.

Warum Varietäten zählen

Wer einen Geisha und einen SL28 aus ähnlicher Höhe und Aufbereitung nebeneinander getrunken hat, hat die Spannbreite erlebt, die Herkunft und Farm allein nicht erklären. Die Varietät leistet echte Arbeit. Die Sortenangabe auf dem Beutel zu lesen — und sich zu merken, welche dir gefallen haben — ist einer der schnellsten Wege, den eigenen Geschmack zu verstehen.