Zum Inhalt springen

Glossar

Brocken

Niveau Einführung Lesedauer 1min

Die größten Partikel in einem Kaffeebett — der umgangssprachliche Name für die Klumpen, die das Mahlwerk nicht vollständig zerlegt hat. Das Gegenstück zu Feinanteilen. In den meisten Heimmahlungen mit bloßem Auge zu sehen: kleine kiesige Stücke zwischen den mittleren Partikeln.

Brocken extrahieren langsam. Während das Bett im Mittel seine Zielextraktion erreicht, sind die Brocken noch unterextrahiert. Schlimmer noch: Um sie herum entstehen lokale Kanäle, das Wasser fließt außen vorbei statt hindurch — ein Teil deiner Dosis trägt praktisch nichts zur Tasse bei. Die Geschmackssignatur: ein Kaffee, der dünn oder unterextrahiert wirkt, obwohl Rezept und Mahlgradeinstellung stimmen.

Woher sie kommen

  • Abgenutzte oder falsch ausgerichtete Mahlscheiben. Alte Scheiben verlieren ihre Schneiden und reißen, statt zu schneiden — mehr ungeschnittene Stücke.
  • Geometrie von Handmühlen. Manche Handmühlen lassen Bohnen zu schnell passieren, ohne sie ganz zu zerlegen, besonders bei groben Einstellungen.
  • Statik und Verklumpung bei feinen Einstellungen erzeugen scheinbare „Brocken" — zusammengebackene Feinanteile, die sich wie ein einzelnes großes Partikel verhalten.

Was du tun kannst

Für die meisten Heimaufbauten lautet die Antwort: erst die Mühle aufrüsten, dann am Rezept schrauben. Wenn du einen Esslöffel Mahlgut durch ein 1-mm- und ein 0,5-mm-Küchensieb schickst und oben eine dicke Brockenschicht findest, hast du deinen Flaschenhals gefunden. Eine bessere Mühle verengt die Partikelverteilung schneller, als es jede Anpassung am Gussmuster je könnte.