Der Origami Dripper wurde 2019 von der japanischen Keramikmanufaktur Trinity vorgestellt und nach den zwanzig ziehharmonikaartigen Falten benannt, die an seiner Außenwand herablaufen. Im Inneren ist der Dripper im Grunde ein 60-Grad-Konus — derselbe Winkel wie beim V60 — doch die Falten verändern, wie der Filter sitzt: Statt flach an die Wand gepresst zu werden, berühren die Papierfilter den Dripper nur an den Faltenkämmen und lassen Luftspalte, die den Ablauf beschleunigen und den Bypass verringern.
Was den M besonders interessant macht, ist die Filterflexibilität. Konische Filter (im V60-Stil) funktionieren, und Kalita-Wave-155-Filter (im Flachboden-Stil) ebenso. Der Wechsel zwischen beiden verschiebt die Tasse von V60-hell zu Wave-süß, ohne den Dripper zu tauschen. Das ist ungewöhnlich genug, dass viele Spezialitätenbrewer einen Origami besitzen, allein um beide Profile auf einem Regal zu haben.
Ein Einstiegsrezept mit V60-Filter: 15 g Kaffee auf 250 g Wasser (1:16), mittlerer Mahlgrad, Wasser bei 93–95 °C, vier Aufgüsse in 2:45 bis 3:30. Die polierten Keramikfarben des Origami sind auch praktisch — der Dripper ist leicht, heizt schnell vor und verträgt Temperaturschwankungen gut. Seinen Good Design Award und seinen Platz in jedem ernsthaften Spezialitäten-Café-Kit hat er sich aus gutem Grund verdient.