Eine kleine, separat aufbereitete Kaffeepartie von einer einzelnen Farm — meist höchstens ein paar hundert Kilo —, die von der übrigen Produktion getrennt gehalten wird, weil man ihr eine höhere Tassenqualität zutraut. Über Microlots kommen Spezialitätenröstereien an das Charaktervollste, was eine Anbauregion zu bieten hat.
Was ein Lot „mikro" macht
Eine normale Ernte wird in Masse verarbeitet: Kirschen von überall auf dem Grundstück gehen in dieselben Fermentationstanks und trocknen auf denselben Patios. Ein Microlot löst einen Teil daraus heraus: Kirschen aus einem bestimmten Abschnitt, an einem bestimmten Tag in einem bestimmten Reifegrad gepflückt, separat aufbereitet, separat getrocknet, manchmal sogar separat verkostet, um zu bestätigen, dass er wirklich eigen schmeckt.
Produzenten legen Microlots an, weil der Preisunterschied real ist. Ein Microlot mit 87+ Punkten kann das Zwei- bis Fünffache des kommerziellen Farmpreises bringen, ein 89+ in der Auktion das Zehnfache. Die Arbeit des Trennens, Nachverfolgens und Vermarktens kleiner Chargen rechnet sich nur, wenn die Tasse den Preis trägt.
Microlot vs. Single Origin
Ein Single Origin kann die gesamte Produktion einer Farm sein. Ein Microlot ist immer auch ein Single Origin, nur kleiner und stärker ausgelesen. Die Abstufung:
- Land / Region: loser Single Origin.
- Farm: enger Single Origin.
- Microlot: eine kuratierte Teilmenge innerhalb einer Farm.
- Nano-Lot: ein Microlot unter etwa 50 kg (der Begriff setzt sich seit 2020 durch).
Wenn eine Rösterei „Microlot" auf den Beutel schreibt, erwarte einen höheren Preis, eine interessantere Tasse und sehr begrenzte Verfügbarkeit — meist eine einzige Röstcharge, dann ist er weg.