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Grundlagen

Wassertemperatur

Niveau Einführung Lesedauer 2min

Heißeres Wasser holt den Geschmack schneller heraus. Das ist die ganze Regel. Alles andere ist die Frage, wie du die Temperatur an das anpasst, was im Beutel liegt.

Die Röstung gibt den Bereich vor

Helle Röstungen sind dicht und verschlossen. Sie wollen heißes Wasser — 94–96 °C —, um an die Frucht und die Blütennoten heranzukommen, die darin stecken.

Mittlere Röstungen sind gutmütig. 92–94 °C extrahieren die meisten Kaffees gleichmäßig. Fang hier an, wenn du unsicher bist.

Dunkle Röstungen sind schon entwickelt und empfindlich. 88–92 °C bewahren dich davor, zusätzlich zu den ohnehin vorhandenen Röstaromen noch Asche und Kohle herauszuziehen.

Die Abkühl-Faustregel

Ohne Thermometer: Wasser aufkochen, Deckel heben, 30 Sekunden warten. Dann bist du ungefähr bei 93 °C. Für die meisten Kaffees gut genug. Von dort aus nach Gefühl nachjustieren.

In der Höhe geht diese Rechnung nicht auf. In Mexiko-Stadt kocht Wasser bei etwa 92 °C, in Bogotá bei etwa 91 °C. Der Abkühl-Trick startet also schon unterhalb der Vorgabe — warte deshalb gar nicht erst, sondern gieße helle Röstungen direkt vom Kochen weg auf und lass bei dunklen ein, zwei Grad aus.

Wenn die Tasse nicht stimmt

Eine bittere, austrocknende Tasse bei 96 °C ist für diese Bohne vielleicht schlicht zu viel Energie. Nimm zwei Grad zurück, bevor du den Mahlgrad verdächtigst.

Probier es auf deinem Zubereiter aus

Rezepte, die das in die Praxis umsetzen.