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Methoden

Chemex

Niveau Einführung Lesedauer 1min

Bekannt ist die Chemex vor allem für ihre Sanduhrform, aber ihre eigentliche Signatur ist das Papier. Die gebondeten Chemex-Filter sind 20–30 % dicker als übliche Pour-over-Papiere: Sie fangen mehr Öle und mehr Feinanteile ab und bremsen den Durchfluss spürbar. Der Zubereiter ist ein Gefäß, die Arbeit macht der Filter.

Was dickeres Papier mit der Tasse macht

Gebondetes Papier hält die Lipide zurück, die anderen Zubereitern ihren Körper geben. Heraus kommt eine glasklare, fast teeartige Tasse mit schärferer Säure und helleren Aromen. Kein Satz. Manche lieben das (es ist die sauberste Filtertasse, die zu Hause möglich ist), andere finden es dünn — das ist Absicht, kein Mangel.

Wenn du V60 und Kalita kennst und ein drittes Profil suchst, das nicht bloß eine lautere Version der beiden ist, ist die Chemex tatsächlich etwas anderes.

Wie du sie brühst

Der große Fehler ist, die Chemex wie einen langsamen V60 zu behandeln. Das dicke Papier drosselt den Fluss, also:

  • Gröber mahlen als beim V60 (eher Richtung grober Filterkaffee). Zu fein, und das Papier setzt sich zu, du stehst bei 5:00+ still.
  • Geduldig aufgießen. Aggressive Güsse lassen das Kaffeebett überlaufen, weil das Wasser nicht schnell genug abfließen kann.
  • Die richtige Filterseite nehmen. Die dreilagige Falz kommt an die Ausgussnase. Falsch herum blockiert sie die Nase und die Zubereitung bleibt stehen.
  • Das Papier spülen. Chemex-Papier ist dick und schmeckt deutlich nach Pappe, wenn du das Spülen auslässt.

Gesamtzeit: typischerweise 4:00–5:00 für 30 g Kaffee und mehr.

Wann du zu ihr greifst

Wenn du absolute Klarheit aus einem Kaffee willst, der sie hergibt (hochgewachsene gewaschene Kaffees, helle Röstungen mit zarter Blumigkeit). Wenn du für zwei oder mehr brühst — die Karaffe hält den Kaffee warm, du brauchst kein zweites Gefäß.

Probier es auf deinem Zubereiter aus

Rezepte, die das in die Praxis umsetzen.