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Lernen

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Techniken

Das Rezept sagt dir was, die Technik entscheidet wie. Wo das Wasser landet, wie schnell es fällt, wie ruhig du den Slurry hältst, was im Kessel ist — dieselben Zahlen schmecken in zwei Händen nach zwei verschiedenen Kaffees. Zehn Gramm Aufmerksamkeit schlagen zehn Gramm neue Ausrüstung.

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Gussmuster Die Gusstechnik gibt dir den Standard und sagt dir, wann du ihn brichst. Hier geht es um das, was danach gern untergeht: Aufgießen sind eigentlich zwei Entscheidungen, nicht eine. 3 min Bloom-Strategien Beim Bloom treffen die Grundlagen auf das Rezept. Die Grundlagen liefern das Warum, hier kommen das Wie viel und das Wie. 3 min Agitation Agitation ist alles, was Wasser durch das Kaffeemehl bewegt, statt es nur obendrauf zu legen. Sie ist der am wenigsten diskutierte Hebel im Pour-over und der, der sich am leichtesten übertreiben lässt. 2 min Durchlauf Der Durchlauf ist die Phase nach deinem letzten Guss, in der Wasser das Kaffeebett verlässt, ohne dass du noch etwas nachgibst. Hier passieren die meisten Diagnosen: Das Bett verrät, was dein Guss angerichtet hat, und die Zeit sagt dir, ob der Mahlgrad stimmt. 2 min Wassermineralität Kaffee besteht zu 98–99 % aus Wasser. Was das Wasser mitbringt, zeigt der Kaffee. Die meisten zu Hause geben Hunderte für Mühlen aus und Centbeträge fürs Wasser — das ist verkehrt herum. 2 min Nachverkosten Die meisten probieren einen Kaffee einmal, entscheiden, was er ist, und kommen nie darauf zurück. So baut man sich einen statischen Gaumen. Nachverkosten — denselben Kaffee über eine Woche verteilt zwei- oder dreimal wieder aufgreifen — ist der Weg, ihn wirklich kennenzulernen. 3 min Rezepte hochrechnen Ein Rezept, das für eine Tasse funktioniert, funktioniert nicht automatisch für zwei. Die Mathematik sagt, es müsste — doppelt Kaffee, doppelt Wasser, gleiches Verhältnis. Die Tasse sagt etwas anderes, und dafür gibt es Gründe. 3 min Channeling Channeling heißt, dass das Wasser einen einzigen Weg durchs Kaffeebett findet und über ihn den größten Teil des Kaffees überspringt. Die Tasse schmeckt hohl, sauer und unterextrahiert — das Bett sieht aber aus, als hätte es gebrüht. Es ist das diagnoseresistenteste Problem im Pour-over, weil die Zeiten oft stimmen. 3 min